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20.10.2018 : 8:04

Überblick

Glasfaser (Lichtwellenleiter)

Leitungen zur Übertragung von Licht im sichtbaren sowie ultravioletten oder infraroten Bereich

Datenrate(n) Down-/Upload

  • 1 Gbit/s (symmetr.) und mehr problemlos möglich

Verfügbarkeit: gering

Kosten: hoch

Pro:

  • Informationsübertragung über weite Strecken mit sehr hohen Bandbreiten

Contra:

  • Hohe Kosten (Tiefbau)
  • Direkte Anbindung von Endkunden (FTTH) an das Glasfasernetz erst in wenigen Orten (zunehmend Mischlösungen (FTTC) - nur noch Reststrecke mit Kupferkabel)

Glasfaser

Zumeist sind heute ADSL-Anschlüsse die vorherrschende Technologie mit welcher Haushalte breitbandig ins Internet gehen. Ein DSL-Anschluss wird über die Kupferdoppeladern der Telefonleitungen realisiert. Somit ist die zu erzielende Bandbreite sehr stark abhängig von den physikalischen Eigenschaften der verwendeten Leitung, also deren Durchmesser und Länge, aber auch von anderen äußeren Einflüssen. Die Leistungsfähigkeit dieser Technologie ist heute nahezu ausgereizt und die Telefonprovider müssen neue Mittel finden, um mit den Übertragungsraten in den Kabelfernsehnetzen von über 100Mbit/s mitzuhalten. Ideal wäre für die Telefongesellschaften ein kompletter Ausbau des Netzes mit Glasfasern, denn diese bieten nahezu unbegrenzt Bandbreite. Die sogenannten Backbones der Provider, also der Teil des Netzes, welcher sich vom Kunden gesehen hinter der Vermittlungsstelle befindet, basieren zu großen Teilen auf Glasfaserinfrastrukturen. Glasfasernetze zeigen kaum Dämpfungsverluste auf der Übertragungsstrecke. Somit können auch auf sehr langen Distanzen die Informationen verlustfrei, mit hoher Bandbreite, transportiert werden. Die Übertragung findet auf der Glasfaser mit Lichtsignalen, sowohl im sichtbaren, als auch im ultravioletten und infraroten Bereich, statt.

Da das Medium Kupfer jedoch immer noch den Zugang auf der letzten Meile zum Kunden bildet und ein Austausch der Kabel bis ins Haus nur sehr aufwendig und mit sehr teuren Tiefbauarbeiten zu realisieren ist, sollen zunächst Zwischenlösungen Besserung bringen. Die Glasfaser muss von der Vermittlungsstelle also näher an den Kunden herangeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass sich die zu überbrückende Kupferstrecke verringert und somit eine höhere Bandbreite auf der verbleibenden Kupferdoppeladerstrecke erreichbar ist. Dieser Bandbreitenzuwachs resultiert unter anderem durch die nun mögliche Nutzung von Frequenzbereichen, welche sonst, auf Grund der Dämpfungseigenschaften des Kupfers, auf längeren Strecken nicht verwendet werden können. Die VDSL-Angebote der Telefongesellschaften basieren auf diesem Prinzip. Optisch auffällig sind in solch versorgten Gebieten, die sogenannten Outdoor-DSLAM, die großen Verteilerkästen an Straßen und Fußwegen. Diese sind quasi Außenposten der jeweilig zugehörigen Vermittlungsstelle. Die Glasfaseranbindung ist somit bis zum Outdoor-DSLAM verlängert worden. Diese Variante eines Glasfaserausbaus wird auch FTTC (Fibre To The Curb - "Glasfaser bis an den Bordstein") genannt.

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