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20.2.2018 : 8:18
Darstellung des Ausbaugebietes

2.2 Strategiekonzept/Machbarkeitsstudie

Auf Grundlage der Ergebnisse der Befragung wurde zunächst ein Strategiekonzept von der Wirtschaftsförderung des Landkreises erarbeitet sowie in der Entwurfsfassung mit den Städten und Gemeinden im Arbeitskreis Breitband abgestimmt und überarbeitet. Mit den Vorgaben des Strategiekonzeptes wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die technischen Möglichkeiten (z. B. Funk, Kvz-Ausbau, Glasfaser) für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Landkreis Verden zu erarbeiten.

Die Kernaussagen des Strategiekonzeptes und der Machbarkeitsstudie sind folgende:

Kurzfristiges Ziel:

Sicherung der flächendeckenden Breitbandversorgung auf dem von der Bundesregierung angestrebten Ziel 2Mbit/s. Die Machbarkeitsstudie präzisiert diese Zielvorgabe dahin gehend, dass in akut unterversorgten Gebieten mit einer Verbindungsgeschwindigkeit kleiner 1 Mbit/s, kurzfristig eine ausreichende Versorgungsqualität geschaffen werden soll.

Mittelfristiges Ziel:

Flächendeckend ausreichende Versorgungsqualität in bebauten Siedlungszusammenhängen von 6Mbit/s (Mindestversorgung). Gemäß der Machbarkeitsstudie sollen für die Sicherstellung einer Mindestversorgung die Kabelverzweiger (Kvz) mit Glasfaser angebunden werden.  

Langfristiges Ziel:

Schaffung einer hochwertigen Versorgungsqualität von 50 Mbit/s (Idealzustand) gemäß der Zentrenhierarchie des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP - Landkreis Verden) in den Mittelzentren, Grundzentren und Ortsteilen zur Sicherung der Infrastruktur sowie den Gewerbegebieten des Landkreises Verden. Als zukunftssichere Realisierungsmöglichkeit zur breitbandigen Erschließung des Landkreises mit 50 MBit/s wird in der Machbarkeitsstudie der Aufbau eines flächendeckenden FTTH-Glasfasernetzes (fiber to the home) empfohlen.

Als weiterer Bestandteil der Machbarkeitsstudie wurde eine ergänzende Bestandsaufnahme vorgenommen, in der unter anderem die Standorte der Hauptverteiler (HVT) und Kabelverzweiger (Kvz) erhoben werden konnten.

Zur Vorbereitung von Förderanträgen wurden nichtförmliche Interessenbekundungsverfahren durchgeführt, in denen Telekommunikationsunternehmen aufgerufen wurden, Wirtschaftlichkeitslücken für die Erschließung von unterversorgten Gebieten des Landkreises Verden zu beziffern. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen und Konzepte (Strategiekonzept, Machbarkeitsstudie, Wirtschaftlichkeitslücke) wurden bisher insgesamt fünf verschiedene Förderanträge gestellt. Zwei GAK-Förderprojekte konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt umgesetzt werden: Die Ortschaften Bollen (Stadt Achim), Hutbergen (Stadt Verden), Hohenaverbergen, Weitzmühlen, Wittlohe und Otersen (Gemeinde Kirchlinteln). Die Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II befindet sich zurzeit in der Umsetzung, und für zwei weitere GAK-Förderanträge steht eine Entscheidung des Landes Niedersachsen noch aus.

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